12. Heidelberger Klavierwoche

Gesellschaft für die Kultur der Jahrhundertwende e.V., Pf. 103108, 69021 Heidelberg
in Zusammenarbeit mit dem

Haus der Kultur, Sophienstrasse 12, 69115 Heidelberg

Festivalleitung: Martin Münch

2.-11. Januar 2000
Deutsch-Amerikanisches Institut
Sofienstraße 12

jeweils 20 Uhr




Liebe Musikfreunde,
die faszinierende Zeit der letzten Jahrhundertwen-de steht neben der Romantik und dem gerade zu Ende gegangenen 20. Jahrhundert auch diesmal im Mittelpunkt der traditionsreichen Klavierwoche. Es sind zur Feier des beginnenden neuen Jahr-tausends in diesem Jahr zehn Pianistinnen und Pianisten aus dem In- und Ausland, die Ihnen eine außergewöhnliche Auswahl an großen Werken aus der Blütezeit des Klavierspiels vorstellen.
Unbekannte musikalische Raritäten für den an-spruchsvollen Geschmack sind in diesem Jahr ebenso vertreten wie einige bekannte und maß-stabssetzende „Schlachtrösser" der Klavierliteratur.
Bitte beachten Sie auch die Freitagskonzerte im Prinz Carl,  eine neue und - vor einem Jahr - sehr erfolgreich von meinem Nachfolger Uwe Balser gestartete attraktive Konzertreihe.
Jetzt freuen wir uns, Sie zu einigen Konzerten einer erlebnisreichen Woche begrüßen zu dürfen.
Mit musikalischen Grüßen, Ihr
 
Martin Münch
Musikalischer Projektleiter Klavierwoche

Eintrittspreise:
24,- DM (erm. 18,- DM)
JG-Mitglieder an JG-Abenden frei; an allen Abenden attraktive Sonderkonditionen für JG- und DAI-Mitglieder
Veranstalter:
 Gesellschaft für die Kultur der Jahrhundertwende e.V.
Postfach 103108, 69021 Heidelberg
in Zusammenarbeit mit dem   und Kulturamt HD
Wir danken dem Musikhaus Schlaile in Karlsruhe für die freundliche Unterstützung

Sonntag, 2. Januar 2000 (JG)
Bertrand Giraud (Paris)
Chopin: Nocturnes, 1. Ballade; Skrjabin: 4. Sonate
Jean Françaix: Nocturne; Pierrefeu: 2 Préludes
Franz Liszt: La notte, Harmonies du soir
  Fantaisie et Fugue sur le nom de Bach

Bertrand Giraud, geboren 1971, diplomierte an den beiden Konservatorien Genf (Meisterklasse bei D. Merlet und Kammermusik mit sehr gut) und Paris (Aufbaustu-dium Klavier u. Liedbegleitung), außerdem Tonsatz, Komposition, Improvisation, Lied u. Musikwissenschaft an der Sorbonne. Meisterkurse u.a. bei V. Repin, S. Perticaroli, A. Schiff. Mehrere Preise bei internationalen Wettbewerben: u.a. Chopin-Wettbewerb Texas 2. Preis 1996/97. Auftritte bei Festivals in Europa, USA, Japan und Malaysia als Solist und mit Orchester u.a. unter Leitung von B. Fasquier, J. Salot und J. Brunier. Radioübertragungen (France-Musique, RT Italia). Giraud unterrichtet an mehreren Konservatorien (u.a. CNSMDP) Klavier und Klavierbegleitung.

Montag, 3. Januar 2000 (JG)
Christiane Frucht (Köln)
Robert Schumann: Davidsbündlertänze op. 6
L. v. Beethoven/ Liszt: An die ferne Geliebte
György Ligeti: Musica Ricercata (Auswahl)
Maurice Ravel: Valses nobles et sentimentales
Alberto Ginastera: Sonate Nr. 1 op. 22

Christiane Frucht, geboren in Hannover, pianistische Aus-bildung bei Arie Vardi an der Musikhochschule Hannover u. G. Kalish an der New York State University, Abschluß 1994 Master of Music und 1996 Doctor of musical arts. 1996 künsterische Reife bei A. Valdma an der Hochschule Köln. Meisterkurse bei K.-H. Kämmerling, L. Fleisher, Y. Bronfman, M. Pressler, im Rahmen dessen Zusammenarbeit mit dem Emerson und dem Alban Berg Quartett. 1. Preis bei int. Wettbewerb Vierzon 1993 und mit Zürcher Klaviertrio Mendelssohn-Wettb. Berlin 1996, 3. Preis beim Kammermusikwettbewerb Osaka. 1991-96 Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Konzerte 1991-92 in Chicago, Rundfunkaufnahmen für ÖRF u. Deutsche Welle, mit dieser Tournee in Helsinki, Brüssel, Amsterdam, Talinn u.a. mit Schuberts Winterreise (Transkription, auch auf CD). Konzerte mit dem Zürcher Klaviertrio in Israel, Belgien, Frankreich, Schweiz, USA (Carnegie-Hall), aktuell bei den Schwetzinger Festspielen. 2000 5 Solorecitale beim WDR.

Dienstag, 4. Januar 2000 (DAI)
Jérôme Bloch (Heidelberg) Stéphane Bortoli (Paris)
Darius Milhaud: Le Boeuf sur le toit (1919)
Franz Schubert: Fantasien a-moll/f-moll (1824/28)
Maurice Ravel: Bolero (1928, Transkription Ravel)

Jérôme Bloch begann Klavier mit sieben bei W. Voguet. Harmonielehre und Kontra-punktstudium bei A. Mindlin,  Klavier und Kammermusik bei F. Chaplin. 1993 ein erster Sonderpreis. Seit 1994 Auf-baustudium bei Ma-rie-F. Bucquet am Conservatoire Supé-rieur de Paris. Im Or-chester arbeitet er  zu-sammen mit M. Martin (Dirigent des KO der Opéra Bastille). Unter ihm inter-pretierte er an-läßlich der 200-Jahrfeier 1991 Mozart und nahm am Festival in Champi-gny teil. Schwerpunkt ist Kammer-musik und Begleitung lyrischen Ge-sangs. Seit ‘97 Di-rektor des Institut Francais Hei-delberg. Sein Duopartner S. Bortoli ist Professor für Komposition an der Ecole nationale in Mantes-la-Jolie und Mitarbeiter von France-Musique.

Mittwoch, 5. Januar 2000 (JG)
Christina Orvieto und
Liliana Flora (Sanremo)
Gabriel Fauré: Dolly-Suite op. 56
Francis Poulenc:  Sonate (1918)
Darius Milhaud: Le Beuf sur le toit

Liliana Flora und Christina Orvieto, in Caracas bzw. Mailand geboren, schlossen ihre Studien an den Konservatorien Genua und Mailand bei M. Gavino und R. Bertazzole ab. Meisterkurse als Duo u.a. in Polen bei M. Drewnowski.
1988 2. Preis beim int. Wettbewerb S. Bartolomeo, 1989 1. Preis "Città di Genova", 1998 2. Preis beim frz.-ital. Wett-bewerb Bordighera. Konzerte in ganz Italien, Holland, Öster-reich, Polen (Chopin-Festival mit Rundfunk-Aufzeichnung). Raritäten-Aufführungen 4-händiger Klavierkonzerte mit Orchester. Das Klavierduo arbeitet regelmäßig zusammen mit anderen Kammermusikformationen der renommierten ligurischen Kulturvereinigungen "Agimus" und "Arion".

Donnerstag, 6. Januar 2000 (DAI)
Erin Chung (Kalifornien)
Beethoven, Bolcom, Rachmaninoff, und Skrjabin

Erin Chung (Seoul) ist Dozentin der University of Washington.

Freitag, 7. Januar 2000 (JG)
Joanna Michna (Warschau)
Franz Liszt: 5 Konzertparaphrasen
Sergej Rachmaninoff: Vier Préludes
Karol Szymanowski: Serenade aus "Masken"
Mili Balakirew: "Islamey" - orientalische Fantasie
Franz Liszt: Après une lecture de Dante
 
Joanna Michna, In Schlesien geboren, Klavierunterricht ab dem 5. Lebensjahr. Diplom mit Auszeichnung an der Musikhochschule Kattowitz bei Prof. A. Jasinski. Meister-studien an der Musikhochschule Warschau bei Prof. Ekier und am Konservatorium Moskau bei Prof. V. Mierjanov. Mehrfache Preisträgerin u.a. Klavierwettbewerb Stolp, Chopin-Wettbew.erb Warschau, Kammermusikwettbewerb Kattowitz, Chopin-Wettbewerb Palma de Mallorca. Langjähriges Sonderstipendium durch das Kulturminsterium in Warschau. Einladungen zu internationalen Festivals u.a. in Kopenhagen, Marienbad, Pjön-Yang. Konzertauftritte in vielen Ländern Europas, Asiens und Afrikas. Auftritte mit Orchestern in Polen, Tschechoslowakei, Rumänien, Tunesien, Korea und Deutschland mit dem Gewandhausorchester Leipzig, Münchner Symphoniker, Sinfonia Varsovia. Kammermusik und Liedbe-gleitung. Mehrere CD-Einspielungen, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen.

Samstag, 8. Januar 2000 (DAI)
Alexandra Oehler (Leipzig)
Edward Macdowell: Four little Poems
Ludwig van Beethoven: Sonate op. 109
Eugen d’Albert: aus „Fünf Bagatellen"
Teresa Carreño: Vier Morceaux

Alexandra Oehler, 1970 geboren studierte an der Musik-hochschule Leipzig bei Prof. Ulrich Urban und von 1993-96 als Meisterklassenstipendiatin des Freistaates Sachsen. Meisterklassenexamen Klavier 1996. Meisterkurse u.a. bei P. Badura- Skoda und B. Ringeissen. 2. Preis beim Franz-Liszt-Wett-bewerb in Weimar. Konzerte in Deutschland, Ungarn, Tschechien, Slowakei und Nordamerika. Neben Rundfunk- und Fernsehaufnahmen CD-Einspielungen besonders mit Werken MacDowells 1999 bei ARS MUSICI. Spezialisierung auf unbekannte und vernachlässigte Klavierwerke z.B. Clara Schumanns oder Fanny Mendelssohns.

Sonntag, 9. Januar 2000 (JG)
Claudia Rinaldi (Hannover)
Joseph Haydn: Sonate C-Dur Hob. XVI, 48
Robert Schumann: Sonate fis-moll op. 11
Francis Poulenc:  Napoli (Suite pour le piano)
Alexander Skrjabin: 9. Sonate op. 68
M. Ravel: Oiseaux tristes - Alborada del grazioso

Claudia Rinaldi, in Bremen geboren und deutsch-italienischer Herkunft, studierte zunächst bei Roberto Szi-don und setzte ihre Klavierausbildung im Rahmen der Soloklasse bei Bernd Goetzke an der Hochschule für Musik und Theater Hannover fort. Ihre Konzertreisen als Solistin und Kammermusikpartnerin führten sie nach Italien, Polen, Spanien, Österreich und in die Slovakei. Zusätzliche künst-lerische Bereicherung erfuhr die Schubertpreisträgerin u.a. bei Lazar Berman, Arie Vardi und Hans Leygraf.

Montag, 10. Januar 2000 (JG)
Pietro Massa (Milano)
Edvard Grieg: Ballade op. 24, 6 Lyrische Stücke
Johannes Brahms: Klavierstücke op. 117
César Franck: Prélude, Aria et Finale
Ottorino Respighi: Notturno
Alfredo Casella: Toccata

Pietro Massa, 1973 in Mailand geboren, lebt derzeit in Berlin. Er absolvierte sein Examen am Konservatorium in Genua mit Auszeichnung bei Luciano Lanfranchi und wurde anschließend Schüler von Aldo Ciccolini. Nach dem Kom-positionsexamen bei Bruno Bettinelli begann er seine Kon-zerttätigkeit als Solist und mit Orchester in Italien, Rumäni-en, Island, Deutschland, Frankreich, Jugoslawien und den USA. Darüberhinaus widmet er sich der Kammermusik, u.a. mit dem Rachmaninoff-Quartett. Ein Griechischstudium an der altsprachlichen Fakultät in Pavia rundete seine Ausbildung ab. Zur Zeit ist Pietro Massa Dozent für Semiologie und musikalische Analyse an der "Arpa Magica" in Mailand.

Dienstag, 11. Januar 2000 (DAI)
M. Swartzentruber (London)
Werke von Beethoven, Scarlatti, und Chopin

Mark Swartzentruber gab nach Studium bei J. Ogdon und M. Curio Konzerte in ganz Europa und Korea, erhielt gute Kritiken u.a. bei Sony Classical, Dozent am Royal College of Music.

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