11. Heidelberger Klavierwoche

Gesellschaft für die Kultur der Jahrhundertwende e.V., Pf. 103108, 69021 Heidelberg
in Zusammenarbeit mit dem

Haus der Kultur, Sophienstrasse 12, 69115 Heidelberg

Festivalleitung: Martin Münch

2.-9. Januar 1999
Deutsch-Amerikanisches Institut
Sofienstraße 12

jeweils 20 Uhr



Liebe Musikfreunde,
die faszinierende Zeit der Romantik und der Jahrhundertwende steht auch diesmal im Mittelpunkt der traditionsreichen Klavierwoche. Zum 11. Mal stellen Ihnen neun Pianisten aus dem In- und Ausland eine außergewöhnliche Auswahl an großen Werken aus der Blütezeit des Klavierspiels vor. Und selbstverständlich sind unbekannte musikalische Raritäten für den anspruchsvollen Geschmack in diesem Jahr ebenfalls wieder vertreten. Auch als Liebhaber der Musik unseres Jahrhunderts werden Sie auf verschiedene Weise auf Ihre Kosten kommen: Konzerte mit Wanderungen zwischen E- und U- Musik wechseln sich ab mit Gegenüberstellungen von klassischen und neuen Tonschöpfungen oder mit Werken der „gemäßigten Moderne". Außerdem bieten wir Ihnen mehrmals die Gelegenheit zum Interpretationsvergleich.
Wir würden uns freuen, Sie zum einen oder anderen Konzert einer erlebnisreichen Woche begrüßen zu dürfen.
Mit musikalischen Grüßen, Ihr

Martin Münch
Künstlerischer Leiter Jahrhundertwende-Gesellschaft

Eintrittspreise:
20,- DM (erm. 14,- DM)
JG-Mitglieder an JG-Abenden frei; an allen Abenden attraktive Sonderkonditionen für JG- und DAI-Mitglieder
Veranstalter:
 Gesellschaft für die Kultur der Jahrhundertwende e.V.
Pf. 103108, 69021 HD, T.: 06221-603845 (MO 14-16h)
in Zusammenarbeit mit dem   und Kulturamt HD
Wir danken dem Musikhaus Schlaile in Karlsruhe für die freundliche Unterstützung

Samstag, 2. Januar 1999 (JG)
Uwe Balser (Heidelberg)
Nikolaj Medtner: Sonate As-Dur op.11,1
L. v. Beethoven: Sonate cis-moll op.27,2
Alexander Skrjabin: Sonate Nr.4 Fis-Dur op.30
Peter Tschaikowskij: Dumka op.59
Sergej Rachmaninow: Sonate b-Moll op.36

Uwe Balser kam nach seinen Studien in Köln und Amsterdam 1992 als Fachbereichsleiter für Klavier an unsere städtische Musik- und Singschule. Obwohl seine Konzerttätigkeit bis Japan, Australien und Korea reicht, fand er auch immer wieder Zeit, in Heidelberg aufzu-treten. Seine besondere Liebe gilt Nikolaj Medtner, dessen „Sonata romantica" er 1994 bei Aulos/Koch-Schwann auf CD einspielte. Darüber hinaus genießt er auch als Pädagoge einen weit über die Region herausragenden Ruf. Im Spiegelsaal des Prinz-Carl initiierte er für die Jahrhundertwende-Gesellschaft die Reihe „Freitagskonzerte". Im Chopin-Jahr 1999 wird er dort vermutlich einen Chopin-freien Abend geben.

Sonntag, 3. Januar 1999 (DAI)
Werner Barho (Weener)
Violeta Dinescu: Akanua, Torre di Si, Echoes I
Franz Liszt: Die Trauergondel II, Les jeux d’eau
Alexander Skrjabin: 5. Sonate op. 53

Werner Barho wurde 1961 in Geisingen geboren. Er studierte im Hauptfach Klavier an der Musikhochschule Trossingen, wo er durch ein Stipendium gefördert wur-de. Sein Klavierdiplom absolvierte er bei Hermann Maihöfer. Darüber hinaus besuchte er internationale Meisterkurse u.a. in Freiburg, in der Schweiz und in Bremen bei Vitalij Margulis und Robert Levin. Die "Künstlerische Ausbildung" erhielt er durch Boris Lvov, in der Weiterführung der großen Tradition der "Russischen Schule". Sein solistisches Repertoire um-faßt Werke der Klassik, Romantik und Neuen Musik. Außerdem spielt er in diversen Kammermusikensem-bles und wirkt im Oldenburger Ensemble OH TON für Neue Musik mit.

Montag, 4. Januar 1999 (JG)
Paolo Francese (Salerno)
Franz Liszt: Sonate h-moll
Bela Bartók: Suite op. 14
Ferrucio Busoni: Carmen-Fantasie
Alexander Skrjabin (1872-1915): 5. Sonate op. 53

Paolo Francese erhielt ersten musikalischen Unterricht schon mit jungen Jahren. Klavierstudium am Konser-vatorium "D. Cimarosa" Avellino, Diplom „summa cum laude" bei Prof. C.. Lapegna. 3. Preis Wettbewerb A.M.A. Calabria, und "Città di Barletta", 2. Preis "Città di Castellaneta" und "Campi flegrei". Aufbaustudium und Teilnahme an Meisterkursen bei S. Fiorentino, V. Balza-ri, B. Bekhterev und Aldo Ciccolini. Zusatzausbildung Musikpsychologie. Im Rahmen seiner Konzerttätigkeit widmet er sich sowohl dem Solospiel als auch der Kammermusik. Derzeit ist er Dozent für Klavierpädago-gik am „Istituto del Ministerio della Pubblica Istruzione".

Dienstag, 5. Januar 1999 (JG)
Martin Münch (Heidelberg)
Maurice Ravel (1875-1937): Jeux d’eau, Sonatine
Max Reger (1873-1916): Sonatine e-moll
Martin Münch: 7 Capriccios (1978-1985)
 Katharsis XIII (Improvisation)
Alexander Skrjabin (1872-1915): Etüden, Poèmes

Martin Münch studierte Schulmusik und Philosophie in Mainz, danach Komposition bei Wolfgang Rihm in Karlsruhe. Konzerte u.a. in Italien, in der Schweiz, im Mozarteum Salzburg oder im Gasteig München, mit dem „Trio con brio" u.a. in Los Angeles, Washington, Osaka und Sevilla (EXPO ‘92). Bisher 9 Aufführungen der abendfüllenden Iberia-Suite von Albéniz. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen bei SDR, SWF. Sein Oeuvre reicht von Klavier- über Kammermusik- bis zu Orchesterwerken. Die CD „Katharsis" (1996) rief positive Kritiken hervor u.a. in der „Frankfurter Rundschau", „Die Zeit", „NMZ". Münch hat seit 1994 einen Lehrauftrag für Klavier an der Universität Bamberg.

Mittwoch, 6. Januar 1999 (DAI)
Andé Boainain (Karlsruhe)
Dimitrij Schostakowitsch: Prélude und Fuge d-moll
Johannes Brahms: Fantasien op. 116
Frédéric Chopin: Barcarolle, Nocturne Es-Dur,
 Polonaise-Fantasie

Andé Boainain wurde 1957 in Sao Paulo geboren. Von 1962-67 studierte er bei Sousa Lima am Conservatorio Musical Sousa Lima in Sao Paulo, von 1971-76 bei Dieter Weber an der Hochschule für Musik und darstel-lende Kunst in Wien. Weitere Studienaufenthalte: 1977-80 bei Hans Leygraf am Mozarteum in Salzburg und 1980-83 bei Vitalij Margulis in Freiburg/Breisgau, wo sein Konzertexamen mit "sehr gut" bewertet wurde. Seit 1983 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik in Karlsruhe.

Donnerstag, 7. Januar 1999 (JG)
Kai Adomeit (Mannheim)
Johann S. Bach/ Ferrucio Busoni (1866-1924):
 Nun kommt der Heiden Heiland
Martin Münch (1961): Etudes scriabinesques (‘82)
Franz Liszt (1811-1886): Sonate h-moll
Robert Schumann (1810-1856): Fantaise op. 17

Kai Adomeit erhielt seine musikalische Ausbildung bei Prof. Paul Dan an der Musikhochschule Mannheim, sowie bei Gerhard Oppitz und Michael Ponti in den Fächern Musiklehre, künstlerische Ausbildung und Konzertexamen.
1977 Mozartpreis der Stadt Mannheim, 1987 wurde er von der Palatina Concertos, Stuttgart, unter Vertrag genommen. Seit 1992 CD-Einspielungen bei Bayer Records u.a. mit allen Klavierkonzerten von Rachma-ninow und dem gesamten Klavierwerk von Dvorak. Seit 1995 Lehrbeauftragter Musikhochschule HD-MA. 1996 zahlreiche Auftritte mit dem Programm "Liszt in der Oper". 1997 u.a. Konzerte mit den „Goldbergvariationen".

Freitag, 8. Januar 1999 (DAI)
Norman Shetler (Wien)
Gioacchino Rossini: La regata veneziana
A. Bertini: One Fingered Waltz
Gabriel Fauré: Souvenirs de Bayreuth
P.D.Q. Bach: Aus „Notenbüchlein für Betty"
L. M. Gottschalk: Pasquinade, Galop
Mozart-Potpourrie

Scherz, Satire, Ironie und einige Metamorphosen.
In der großen Tradition des Engländers Gerard Hoff-nung, des Dänen Victor Borge oder des Amerikaners Spike Jones hat der überaus seriöse amerikanische Pianist Norman Shetler auch einen Weg gefunden, die sogenannte ernste Musik humorvoll zu betrachten und präsentieren. Seine Programme überraschen durch spontanen und improvisierten Ablauf, an dem das Publikum nicht unbeteiligt ist. Shetler ist u.a. mit Gidon Kremer, Dietrich Fischer-Dieskau und Peter Schreier aufgetreten.

Samstag, 9. Januar 1999 (JG)
Pedro Valero (Murcia)
F. Liszt (1811-1886): Il Lamento (Konzertetüde)
Robert Schumann (1810-1856): Carneval op. 9
S. Rachmaninow: Etudes tableaux op. 33

Pedro Valero begann seine Musikausbildung mit 8 Jahren, die er mit dem „Premio extraordinario" am Kon-servatorium Murcia abschloß. Teilnahme an Meisterkur-sen in Salamanca, Almería, Granada, Salzburg, u.a. bei Zoltán Kócsis, T. Vesmas und Aquiles Delle-Vigne. Kammermusik in verschiedenen Besetzungen u.a. mit Isztván Matuz (Flöte) oder Jan Skrlík (Cello). Konzerte in ganz Spanien, aber auch Prag, Brno, Salzburg, Paris, Triest, Rom. Einspielungen für den Slowenischen Rundfunk. Erster Preis beim internationalen Chopin-Wettbewerb Texas, 2. Preis „Concurso Ricardo Viñes" Lérida und Stipendium der Sommerakademie Salzburg. CD-Einspielung mit Werken von Chopin.

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